Clubbing in Indien unterscheidet sich schon ein wenig von Clubbing in good ol' Germany. Hier geht es viel früher los (etwa um 9pm) und zumindest unter der Woche schließen die Clubs um 1am auch bereits wieder. Das Ganze ist ein bisschen schicker - indische Frauen erscheinen vor dem roten Teppich im kleinen Schwarzen und mit High Heels - und selbst die Barkeeper und Securitymänner tragen Anzug mit Fliege. Ein weiterer Unterschied ist, dass Männer alleine nicht in den Club kommen bzw. einen horrenden Preis bezahlen müssen. Demnach empfiehlt es sich, sich ein +1 für den Abend zu suchen und als Couple aufzutreten. Frauen hatten am Mittwochabend freien Eintritt und freien Verzehr, Männer in Begleitung einer Frau ebenfalls. Allerdings beschränkt sich die Auswahl der Getränke auf antialkoholische Varianten oder auf lediglich Bier und Wein. Denn für Hochprozentiges liegt das drinking age bei 25. Die Ausstattung des Clubs und die Musik unterscheiden sich allerdings nicht großartig. Neben uns durchaus bekannten Tracks von Nelly Furtado, Beyoncé und David Guetta, klingt nur selten mal ein indischer Song durch, was schade ist, denn die wenigen, die gespielt wurden, erhalten von mir das Prädikat "durchaus tanzbar". Hier findet ihr eine kleine Kostprobe.
Kino im Indian Style ist sehr amerikanisiert. Große Shoppingmalls, vor deren Eingang Sicherheitskontrollen wie am Flughafen sind, direkt unten die Fressmeile mit McDonald's und anderen FastFood-Ketten, Läden mit bekannten Markennamen (Markenjeans kosten umgerechnet 30-40€ - und nein, ich kann euch leider nicht allen Klamotten mitbringen, denn mein Koffer war schon auf dem Hinflug 4kg zu schwer...) und oben ein großes Kino. Da die meisten Filme auf Hindi oder zumindest auf Hindisch (das sprechen die Inder zu meiner Verwirrung fließend!), hatten wir genau einen Film zur Auswahl: Final Destination 4. Ich lass den mal unkommentiert, die Rezension würde nicht besonders positiv ausfallen. Das Kino ist viel zu klimatisiert (Jacke mitnehmen!). Die Werbung vor dem Film scheint mir uralt zu sein und ist kein bisschen zielgruppenspezifisch (Werbung für Babycreme vor einem Horrorfilm???). Doch dann - plötzlich Stille im Saal - auf der Leinwand erscheinen folgende Worte "Please stand up for the national anthem". Etwas verdattert, dass um uns herum alle aufstehen, haben wir das den Indern gleichgetan, mit der Jumboportion Pepsi in der rechten Hand und den Nachos in der linken. Während der Nationalhymne werden heroische Bilder von Soldaten der indischen Armee im verschneiten Himalaya gezeigt, im Hintergrund immer die wehende Nationalflagge. Zum Schluss des "Imagefilms" wird dann noch den Soldaten für ihren Einsatz gedankt. Das Ganze ist zwar sehr feierlich und irgendwie ergreifend, aber auch genauso amerikanisiert und vor allen Dingen neu. Die Nationalhymne wird erst seit ca. sechs Monaten auch in Kinos gespielt. Ein weiterer Unterschied: Es gibt eine Pause in jedem Film, sei er noch so kurz. Nach dem Kinoerlebnis, mussten wir dann unbedingt noch das indische McDonald's Angebot testen, was wie in allen anderen FastFood-Ketten, auch Kenntucky Fried Chicken, hauptsächlich vegetarisch ist.
Fazit: Shoppingmalls sind hier in Indien nur was für die oberen 10.000. Aber immerhin kann man dort dem schlechten Wetter entgehen. Seit vier Tagen regnet es ununterbrochen. Ich habe von einer anderen Praktikantin einen Regenmantel geschenkt bekommen, den man hier auch wirklich braucht, denn mit einem Schirm fängt man bei den letzten Ausläufen des Monsuns gar nichts an. Innerhalb von Sekunden sind die Straßen überflutet, z.T. steht man knietief im Wasser, sodass ich morgens in Gammelklamotten zur Arbeit starte und mich dort umziehe. Doch der Regen an sich wäre ja nicht so schlimm, wenn die extrem hohe Luftfeuchtigkeit nicht auch im Haus alles nass werden ließe. Alle meine Klamotten im Koffer sind nass, das neugekaufte Bettlaken ebenso. Und obwohl es draußen 30°C sind, frieren wir hier wegen der nassen Klamotten. Besonders nachts reichen die Bettlaken zum Zudecken nicht mehr aus. Trotz der sommerlichen Temperaturen bin ich gestern mit T-Shirt + Pullover + Mantel + langer Jeans aus dem Haus gegangen und habe nicht geschwitzt. Das Wetter ist wirklich ekelhaft. Wäsche trocknet bei diesem Wetter nicht (und ich müsste aber wirklich dringend mal Wäsche waschen!) und warmes Wasser, was ich mir morgens zum Duschen wünschen würde, gibt es auch noch nicht. (Mich würde es auch nicht wundern, wenn es den ganzen Winter kein warmes Wasser gäbe. Heizungen gibt es ja auch nicht.) Immerhin bekommen wir endlich eine Putzfrau!
Kino im Indian Style ist sehr amerikanisiert. Große Shoppingmalls, vor deren Eingang Sicherheitskontrollen wie am Flughafen sind, direkt unten die Fressmeile mit McDonald's und anderen FastFood-Ketten, Läden mit bekannten Markennamen (Markenjeans kosten umgerechnet 30-40€ - und nein, ich kann euch leider nicht allen Klamotten mitbringen, denn mein Koffer war schon auf dem Hinflug 4kg zu schwer...) und oben ein großes Kino. Da die meisten Filme auf Hindi oder zumindest auf Hindisch (das sprechen die Inder zu meiner Verwirrung fließend!), hatten wir genau einen Film zur Auswahl: Final Destination 4. Ich lass den mal unkommentiert, die Rezension würde nicht besonders positiv ausfallen. Das Kino ist viel zu klimatisiert (Jacke mitnehmen!). Die Werbung vor dem Film scheint mir uralt zu sein und ist kein bisschen zielgruppenspezifisch (Werbung für Babycreme vor einem Horrorfilm???). Doch dann - plötzlich Stille im Saal - auf der Leinwand erscheinen folgende Worte "Please stand up for the national anthem". Etwas verdattert, dass um uns herum alle aufstehen, haben wir das den Indern gleichgetan, mit der Jumboportion Pepsi in der rechten Hand und den Nachos in der linken. Während der Nationalhymne werden heroische Bilder von Soldaten der indischen Armee im verschneiten Himalaya gezeigt, im Hintergrund immer die wehende Nationalflagge. Zum Schluss des "Imagefilms" wird dann noch den Soldaten für ihren Einsatz gedankt. Das Ganze ist zwar sehr feierlich und irgendwie ergreifend, aber auch genauso amerikanisiert und vor allen Dingen neu. Die Nationalhymne wird erst seit ca. sechs Monaten auch in Kinos gespielt. Ein weiterer Unterschied: Es gibt eine Pause in jedem Film, sei er noch so kurz. Nach dem Kinoerlebnis, mussten wir dann unbedingt noch das indische McDonald's Angebot testen, was wie in allen anderen FastFood-Ketten, auch Kenntucky Fried Chicken, hauptsächlich vegetarisch ist.
Fazit: Shoppingmalls sind hier in Indien nur was für die oberen 10.000. Aber immerhin kann man dort dem schlechten Wetter entgehen. Seit vier Tagen regnet es ununterbrochen. Ich habe von einer anderen Praktikantin einen Regenmantel geschenkt bekommen, den man hier auch wirklich braucht, denn mit einem Schirm fängt man bei den letzten Ausläufen des Monsuns gar nichts an. Innerhalb von Sekunden sind die Straßen überflutet, z.T. steht man knietief im Wasser, sodass ich morgens in Gammelklamotten zur Arbeit starte und mich dort umziehe. Doch der Regen an sich wäre ja nicht so schlimm, wenn die extrem hohe Luftfeuchtigkeit nicht auch im Haus alles nass werden ließe. Alle meine Klamotten im Koffer sind nass, das neugekaufte Bettlaken ebenso. Und obwohl es draußen 30°C sind, frieren wir hier wegen der nassen Klamotten. Besonders nachts reichen die Bettlaken zum Zudecken nicht mehr aus. Trotz der sommerlichen Temperaturen bin ich gestern mit T-Shirt + Pullover + Mantel + langer Jeans aus dem Haus gegangen und habe nicht geschwitzt. Das Wetter ist wirklich ekelhaft. Wäsche trocknet bei diesem Wetter nicht (und ich müsste aber wirklich dringend mal Wäsche waschen!) und warmes Wasser, was ich mir morgens zum Duschen wünschen würde, gibt es auch noch nicht. (Mich würde es auch nicht wundern, wenn es den ganzen Winter kein warmes Wasser gäbe. Heizungen gibt es ja auch nicht.) Immerhin bekommen wir endlich eine Putzfrau!
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